Detailbeschreibung "Infinity+"

Die Optik


Alle Spiegel der Infinity+ Serie werden selbst produziert und interferometrisch vermessen. Jedem Teleskop liegt deswegen ein ausführliches Prüfprotokoll bei, das Sie genauestens über die Leistungsfähigkeit Ihrer Optik informiert.

Doch warum dieser ganze Aufwand? Die Optik ist eines der wichtigsten Elemente des Teleskops, denn sie liefert das Bild. Ein sehr guter Hauptspiegel macht bei kleinen Details auf Planetenoberflächen oder kontrastschwachen Strukturen oftmals den Unterschied aus zwischen Sehen und Nichtsehen. Um eine hohe Kontrastleistung zu gewährleisten, werden alle Spiegel auf einen Strehlwert größer als 0,90 poliert - garantiert werden hingegen 0,85. Das hat den einfachen Grund, dass auch interferometrische Messungen mit Messunsicherheiten behaftet sind (Vibrationen, Luftturbulenzen usw.). Deswegen werden die Spiegel einfach besser gemacht als sie es sein müssten, so dass der versprochene Strehlwert auf jeden Fall eingehalten wird.

Der Hauptspiegel sollte aber nicht nur einen hohen Strehlwert aufweisen, sondern auch möglichst schnell auskühlen. Denn nur wenn der Spiegel die Umgebungstemperatur angenommen hat, bildet sich keine Warmluftblase, welche die Wellenfront stört und Turbulenzen verursacht. Je dünner der Spiegel, umso schneller ist die Umgebungstemperatur erreicht und es sind je nach Seeing hohe und höchste Vergrößerungen machbar. Aus diesem Grund werden in den Teleskopen der Infinity+ Serie sehr dünne Spiegel mit einer Randdicke von 25mm bei den 16" Modellen und 31mm Randdicke bei den 20" Modellen verbaut.

Weitere Informationen finden Sie links in der Navigationsleiste unter dem Menüpunkt: Parabolspiegel.


Die Transportmodi


Die Modellreihe "Infinity+" weist zwei verschiedene Transportmodi auf:



Modus 1) wird benötigt, wenn das Teleskop mit auf Reisen genommen werden soll. Die beiden Hutringe lassen sichin der Spiegelbox verstauen und mit einer Abdeckplatte verschließen, so dass der Spiegel während des Transports nicht nur vor Staub, sondern auch vor Beschädigungen geschützt ist. Die Höhenräder hingegen müssen separat transportiert werden - sie haben einen zu großen Durchmesser, als dass sie noch in die Spiegelbox passen würden. Die Anbauteile wie Hutbrettchen, Fangspiegel, Okularauszug und Sucher können in einem kleinen Alukoffer transportiert werden (dieser ist nicht im Lieferumfang enthalten). Die Stangen werden in einer Stangentasche untergebracht, die optional erhältlich ist.

Modus 2) findet Anwendung, wenn das Teleskop ohne viel Aufwand mit zum Beobachten genommen werden soll. Dabei bleiben sowohl die Höhenräder als auch die Diagonalverstrebungen mit der Spiegelbox verschraubt. Die Höhe von "Unterkante Spiegelbox" bis "Oberkante der oberen Stangenbefestigung" betragen 68/76cm bei den 16"/20" Modellen. Selbst wenn die Höhe des Kofferraums nicht ausreichen sollte, auf dem Rücksitz findet sich meist Platz. Okularauszug und Fangspiegel verbleiben am ebenfalls am Hut, der wiederum im Gesamten auf die geschlossene Spiegelbox gesteckt wird. Der Aufbau am Beobachtungsort beschränkt sich in diesem Modus nur noch auf die folgenden Punkte:


Diese Arbeiten sind in weniger als 5 Minuten werkzeuglos erledigt.