NGC 7635, Bubble-Nebel



Beschreibung


Eines der wunderbarsten Objekte für mich ist definitiv der Bubble- Nebel im Sternbild Cassiopeia in der Nähe des offenen Sternhaufens Messier 52. Den Namen hat der Nebel aufgrund seiner ungewöhnlichen Form. Im Inneren der Gasmassen befindet sich ein extrem leuchtkräftiger und heißer O6- Stern mit einer Oberflächentemperatur von fast 38.000 Kelvin und einer Leuchtkraft von 400.000 Sonnen, der mit seinen kräftigen Sternwinden einen Teil der Sternmaterie nach außen trägt und so diese Gasblase erzeugt. All das spielt sich in einer Entfernung von 7.000 Lichtjahren ab.

Als ich in der 7. oder 8. Klasse noch ganz am Anfang in Sachen Astronomie stand und mit einem kleinen 114/900mm Teleskop von Bresser von unserem Balkon aus den Himmel beobachtet habe, sah ich in einer Zeitschrift ein Foto von diesem Nebel und für mich war klar, dass ich irgendwann einmal diesen Nebel mit eigenen Augen sehen musste. Aber mit 4" hatte ich damals keine Chance, später mit 8" sah ich nur einen leicht länglichen Lichtfleck, allerdings ohne viel Struktur. Mit 13" war dann endlich die Sichel zu erahnen und der helle Knoten zu sehen.

Doch noch nie habe ich den Bubble-Nebel so schön gesehen wie mit "Nessaja" unter dem dunklen Mittelgebirgshimmel auf 1000mNN. Mit 20" Öffnung ist die Sichel bei einer Vergrößerung von 200x in Verbindung mit einem UHC- Filter wunderschön anzuschauen. Steigert man die Vergrößerung auf 270x, so erkennt man sogar ein paar Strukturen im zentralen Knoten des Nebels. Dazu muss das Seeing aber recht gut sein. Oberhalb des Bubble- Nebels findet man weitere schwachleuchtende Gasmassen, die am besten bei geringen Vergrößerungen zur Geltung kommen.


Zeichnung