20" + 25" Dobson Teleskop "Horizon": Das Konzept




Entwicklung und Konzeption eines f/3.2 Dobson- Teleskops


Die Idee hinter der neuen Modellserie "Horizon" von Spacewalk Telescopes war es, den eigenen Horizont zu erweitern, noch tiefer in das Universum vorzudringen als jemals zuvor und Objekte in einer bisher nicht gekannten Helligkeit, Detailschärfe und Farbenreichtum zu sehen.

Um diesen Wunsch nach deutlich mehr Licht wahr werden zu lassen, war es notwendig, den Sprung auf eine noch größere Öffnung zu machen. Aus dieser Entwicklung ist unter anderem das derzeitige Top- Modell von "Spacewalk Telescopes" hervorgegangen:

Ein 25 Zoll f/3.2 Dobson Teleskop in Leichtbauweise, dessen großer Hauptspiegel mit einem Durchmesser von 635mm mehr als 11.000x so viel Licht sammelt wie das bloße Auge und damit einen noch tieferen und detaillierteren Blick in die unendlichen Weiten des Universums erlaubt als jemals zuvor. In einer dunklen und sternklaren Nacht können damit noch Sterne der 17. Größenklasse und schwächer gesehen werden - ideal für die Suche nach Einzelsternen in der Andromeda- Galaxie oder schwachen Quasaren am Rand des sichtbaren Universums.

Doch mit steigender Öffnung nehmen im Normalfall natürlich auch die Brennweite und - damit verbunden - die Einblickhöhe im Zenit zu. Um dem entgegen zu wirken, wurde bei der Modellserie "Horizon" ein Öffnungs-verhältnis von f/3.2 gewählt, weshalb die Teleskope trotz ihrer enormen Spiegelgröße einen sehr angenehmen Einblick auf Augen-höhe ermöglichen.

Schaut man sich nur die "nackten" Zahlen an, so erscheint der Unterschied zwischen einem normalen Öffnungsverhältnis von f/4 gegenüber dem der Horizon- Serie mit f/3.2 gar nicht mal so groß zu sein. Doch die Zahlen spiegeln nicht die ganze Wahrheit wieder. Deswegen stehen sich in obiger Grafik das 20 Zoll f/4 "Infinity NL" und das 20 Zoll f/3.2 "Horizon" einmal im gleichen Maßstab direkt gegenüber. Der Unterschied in der Bauhöhe ist tatsächlich beträchtlicher, als man es vielleicht eingangs vermuten würde.

Während Sie also bei der 20 Zoll f/3.2 Variante dank einer Einblickhöhe von nur 150 Zentimetern selbst hoch oben im Zenit noch bequem mit beiden Füßen auf dem Boden stehen und sogar die meiste Zeit über mit einem entsprechenden Beobachtungsstuhl angelehnt oder im Sitzen beobachten können, benötigt auch das 25 Zoll Teleskop nicht viel mehr als einen kleinen Tritt. Dank des um 45° nach oben geneigten Einblicks können auch tiefer stehende Objekte sehr komfortabel beobachtet werden.

Das komplette Teleskop- Design wurde an das ungewöhnliche Öffnungsverhältnis angepasst und deswegen von Grund auf neu entwickelt und konzipiert. Dabei kommen viele hochwertige Materialien zum Einsatz, wie zum Beispiel besonders leichte Karbonstangen, geschweißte und mattschwarz pulver-beschichtete Aluminium- Rahmen sowie aus dem Vollen gefräste Einzelkomponenten. Diese sorgen nicht nur für eine hohe Stabilität, sondern unterstreichen durch ihre Haptik auch das besondere Design, das durch seine klaren Linien und seine Schlichtheit besticht.

Alles steht und fällt natürlich mit der Optik. Deswegen wird der kurzbrennweitige und qualitativ hochwertige Hauptspiegel mit seiner sehr geringen Randdicke in Eigenfertigung von "Spacewalk Telescopes" hier im Südwesten von Deutschland geschliffen, poliert und interferometrisch vermessen. Der dazu passende Fangspiegel mit einer Oberflächengenauigkeit von besser als lambda/10 kommt von einem renommierten Hersteller aus den USA. Diese beiden hochpräzisen Spiegeloptiken, denen jeweils ein aussagekräftiges Prüfprotokoll beiliegt, sorgen in Kombination für scharfe und kristallklare Bilder.

Die Realisierung eines solch extrem kurzen Öffnungsverhältnisses war übrigens nur möglich, weil sich in den letzten Jahren im Bereich Okulardesign vieles getan hat. Insbesondere die innovative Firma "TeleVue" sei an dieser Stelle genannt. Neben hochwertigen Okularserien wie den bekannten "Nagler" oder "Ethos", steht mit dem "TeleVue ParaCorr" auch ein Komakorrektor zur Verfügung, der in Kombination mit den oben genannten Okularen hervorragend mit dem sehr kurzen Öffnungsverhältnis von f/3.2 zurecht kommt. Selbst am Gesichtsfeldrand ist damit eine nahezu punktscharfe Abbildung möglich.

In einem mittlerweile über 2 Jahre andauernden Zeitraum konnte das Zusammenspiel der vielen hochwertigen Komponenten erfolgreich in vielen klaren Nächten unter dem Sternenhimmel getestet und die Praxistauglichkeit des Konzepts in eindrucksvoller Weise unter Beweis gestellt werden.

Erleben auch Sie mit einem Dobson der Modellserie "Horizon" das Universum von einer bisher nicht gekannten Seite und lassen Sie sich entführen zu einigen der ungewöhnlichsten Objekte, die in einem solch hochwertigen Teleskop zu sehen sind.