Teleskopserie "Infinity NL"

Die Teleskopmechanik


Dunkler Himmel ist durch nichts zu ersetzen - außer durch noch dunkleren Himmel. Und das beste Teleskop ist das, welches man am häufigsten benutzt. So lauten die beiden Sprüche, die Amateurastronomen in aller Welt immer wieder gerne zitieren. Aus diesen Überlegungen heraus ist die Modellserie "Infinity NL" entstanden. Sie vereint ein geringes Gewicht mit einem kompakten Packmaß und lässt sich so problemlos und ohne großen Aufwand an die dunkelsten Orte transportieren, wo der Himmel noch tiefschwarz ist und die Sterne besonders hell funkeln.

Doch nicht nur das: die Teleskope wurden von einem aktiven Beobachter entwickelt und konstruiert und mussten so über Jahre hinweg immer wieder in klaren Nächten ihre Leistungsfähigkeit auf den Prüfstand stellen. Herausgekommen ist eine Teleskopserie, die nicht nur transportabel und leicht ist, sondern auch einfach zu handhaben, schnell auf- und abzubauen, stabil, schwingungsarm und außerdem intuitiv zu bedienen ist. Diese intuitive Bedienung lässt das Teleskop in den Hintergrund treten, so dass es kaum mehr wahrnehmbar ist und man sich ganz auf die Beobachtung von Sternhaufen, leuchtenden Gasnebeln und Galaxien konzentrieren kann.

Zusammengefasst erfüllt die Modellserie "Infinity NL" viele Wünsche von aktiven Amateurastronomen, die nach einem durchdachten und ausgereiften Teleskop suchen, welches sich schon vielfach bei anderen bewährt hat.

Die Hutringe


Wenn das Licht von Sternen und fremden Galaxien vom Teleskop eingefangen wird, führt es sein Weg zuerst durch die beiden Hutringe hindurch. Diese bestehen aus einem leichten, aber dennoch stabilen Aluminiumvierkantrohr und sind mit insgesamt vier anthrazitfarben lackierten Holzbrettchen miteinander verbunden.

Die Spinne, die den Fangspiegel in Position hält, ist nur 0,5mm stark und mattschwarz angestrichen. Der Fangspiegel ist an einer stabilen Halterung aus schwarzem POM befestigt und kann mit Hilfe von drei Justage- und Konterschrauben justiert werden. Eine Fangspiegelheizung verhindert störenden Taubeschlag in feuchten Nächten.

Der präzise 2" Okularauszug der Firma Moonlite besitzt eine 1:8 Untersetzung und ermöglicht so eine besonders sanfte und genaue Scharfstellung. Daneben befindet sich das Sucherfernrohr und egal ob optischer Sucher, Telrad oder Leuchtpunkt - je nach persönlichen Vorlieben können so gut wie alle Sucherarten montiert werden. Optional findet sogar ein Filterschieber der Fa. Spheretec Platz. Die windoptimierte Hutblende besteht aus mattschwarzem PE und wird mit Hilfe von vier Sterngriffschrauben fest mit den Hutringen verschraubt.

Spiegelzelle und Spiegelbox


Der Hauptspiegel ist das Herzstück des Teleskops. Weil der hochpräzise Hauptspiegel aus eigener Fertigung mit einer Randdicke von 25 bzw. 31mm recht dünn ist, reicht eine einfache Spiegelzelle hier nicht mehr aus. Deswegen ruht der Spiegel auf einer schwimmenden 18- Punkt Lagerung, die ihn von unten unterstützt. Seitlich greifen Kugellager exakt in der berechneten Schwerpunktslinie des Hauptspiegels an und unterstützen ihn lateral.

Die Spiegelzelle wird mit der mehrfach versteiften Spiegelbox verschraubt und kann von oben über zwei große Sterngriffmuttern justiert werden, was die Justage sehr einfach und angenehm macht. Zum Schutz des Hauptspiegels hat die Spiegelbox einen Deckel, der so lange dort verbleiben kann, bis das Teleskop auf- bzw. abgebaut ist. Man muss sich also keine Sorgen machen, dass etwas auf den empfindlichen Parabolspiegel fallen könnte. Zusätzlich fungiert der Deckel auch als Staubschutz, wenn das Teleskop über einen längeren Zeitraum nicht genutzt wird.

Die Gitterrohrstangen und Querverstrebungen


Die Hutringe und die Spiegelbox sind über insgesamt 8 Gitterrohrstangen miteinander verbunden. Sie bestehen aus eloxierten Aluminiumrohren, die an beiden Enden mit Abschlusskappen versiegelt sind. Je zwei Stangen sind über die obere Stangenhalterung miteinander verbunden, das ergibt also insgesamt vier Stangenpaare.

Jedes dieser Stangenpaare wird auf die dafür vorgesehenen zwei Schrauben der unteren Stangenhalterungen geschoben und mit Sterngriffmuttern fixiert. Auf diese Weise sitzen die Stangen sicher an ihrem Platz und halten das Teleskop zusammen. Zusätzlich werden vorne eine weitere Querstrebe und zwei Diagonalstreben eingezogen, die verhindern, dass sich das Teleskop beim Schwenken oder Nachführen verwindet. Das Nachführen von Hand erfolgt damit sehr direkt und präzise, was sich insbesondere bei hohen Vergrößerungen in einem hohen Beobachtungskomfort äußert.

Die Rockerbox


Als Rockerbox bezeichnet man den untersten Teil des Teleskops. Die beiden Seitenteile bilden den Gegenpart zu den Laufflächen der Höhenräder, die genau wie die Grundplatte der Rockerbox auf einer Teflon- Ebony- Paarung laufen und so ein sanftes und genaues Nachführen des Teleskops in beiden Achsen ermöglichen.

Der Boden der Rockerbox ist ausgespart. In der Mitte befindet sich eine Aluminiumplatte, die schon vorab für die Aufnahme von Digitalen Teilkreisen (BDSC) vorbereitet ist. Neben dem Azimut- Encoder und unter der schwarzen Abdeckplatte befindet sich die Steuerungsplatine mit dem BlueTooth Modul, welches die Position des Teleskops drahtlos an ein Smartphone oder Tablet überträgt.

Weitere Informationen zu den Digitalen Teilkreisen finden sich in der Rubrik Teleskopzubehör.