DeepSky- Beobachtungen mit 500mm f/3.2


Als aktiver Beobachter baue ich nicht nur Teleskope, sondern bin auch jede klare Nacht mit einem meiner Teleskope unter dem dunklen Sternenhimmel im Schwarzwald aktiv. Derzeit beobachte ich mit meinem neuesten Teleskop, einem 20" f/3.2 Dobson, welches ich auf den Namen "Nessaja" getauft habe. Es ist im Grunde genommen der Prototyp für die neue Teleskopserie "Horizon" und hat einen Spiegeldurchmesser von 500mm bei einer Brennweite von 1.600 Millimetern. Der Hauptspiegel ist selbst geschliffen und hat einen Strehlwert von S=0,95. Der Fangspiegel kommt von MirrorSphere und weist eine Oberflächengenauigkeit von besser lambda/10 auf. Insgesamt verfügt "Nessaja" also über eine ausgezeichnete Optik, die viele Beobachtungen im Grenzbereich erst möglich macht.

Alle hier gezeigten Zeichnungen sind mit genau diesem Teleskop unter meist sehr dunklem Schwarzwaldhimmel entstanden. Das SQM-L zeigt dort regelmäßig Werte von 21.2mag/"² und besser, in den besten Nächten sogar bis zu 21.6mag/"².

Vielleicht noch ein kleiner Hinweis: Der Kontrast der Zeichnungen ist meist ein wenig erhöht dargestellt, um auch sehr schwache Partien der Objekte noch gut auf dem Monitor darstellen zu können. In Wirklichkeit sind die DeepSky- Objekte meist deutlich schwächer und weniger kontrastreich, als es die Zeichnung vermuten lässt. Auch erscheinen die Zeichnungen auf dem Display eines Smartphones nicht so schön wie auf einem großen Bildschirm.

Alle Zeichnungen lassen sich übrigens zum Vergrößern anklicken. Dann gibt's nicht nur die Zeichnung in groß, sondern auch ein paar Hintergrundinformationen zu dem jeweiligen Objekt und sogar die ein oder andere Aufsuchkarte.



1) Offene Sternhaufen

Offene Sternhaufen sind Ansammlungen von hundert bis tausend Sternen, die aus einer gemeinsamen Gaswolke entstanden sind. Die hellen Sternhaufen sind einige tausend Lichtjahre von uns entfernt und zeigen im Teleskop viele hell glitzernde Sterne unterschiedlicher Farben. Weit entfernte Vertreter dagegen sehen aus wie feinster Diamantstaub vor samtschwarzem Hintergrund.




2) Gasnebel, Planetarische Nebel und Supernova- Überreste

Leuchtende Gasmassen in den Spiralarmen unserer Galaxie können unterschiedlichen Ursprungs sein. Sie können entweder als Molekülwolken auftreten (Emissionsnebel, Reflexionsnebel), von Sternen am Ende ihres Lebens erzeugt werden (Planetarische Nebel) oder bei einer Supernova- Explosion entstehen. Jeder Nebel ist einzigartig mit seinen ganz eigenen Strukturen, so dass die Beobachtung nie langweilig wird.




3) Galaxien und Galaxiengruppen

Galaxien sind fremde Welteninseln und enthalten je nach Größe viele Milliarden bis hin zu Billionen von einzelnen Sternen. Man unterscheidet Spiralgalaxien und elliptische Galaxien. Dazwischen existieren noch viele andere Formen. Manche Galaxien interagieren sogar miteinander und verformen sich dabei. Je größer das Teleskop, umso mehr Strukturen offenbaren Galaxien - Spiralarme, Dunkelwolken, Staubbänder oder HII- Regionen.




4) Galaxienhaufen und Quasare

Galaxienhaufen sind Ansammlungen von Galaxien. Sie können bis zu 1000 Galaxien enthalten und gehören damit zu den massereichsten Objekten im Universum. Ähnlich gewaltig sind Quasare, riesige schwarze Löcher im Zentrum von massereichen Galaxien, die unaufhörlich Materie akkretieren und so billionenfach heller leuchten können als unsere Sonne.