Nachführplattform "Trackie" für Dobson- Teleskope




Viele Dobson- Teleskope besitzen keine eigene Nachführung. Durch die Drehung der Erde laufen die Objekte also im Laufe der Zeit aus dem Gesichtsfeld heraus, weshalb das Teleskop von Zeit zu Zeit nachgestellt werden muss.

Aber mal ehrlich: wäre es nicht toll, wenn man eben nicht von Hand nachführen müsste, sondern stattdessen ganz entspannt am Okular stehen könnte? Zum Glück gibt es hierfür eine passende Lösung: eine Nachführplattform! Sie sorgt dafür, dass das Beobachtungsobjekt in der Bildfeldmitte verbleibt.

Gerade bei der Beobachtung von Mond und Planeten ist das eine wunderbare Sache. Denn um feinste Details erkennen zu können, bedarf es einer hohen Vergrößerung, bei der das Objekt natürlich besonders schnell durch das Gesichtsfeld wandert. Wer eine EQ Plattform sein Eigen nennt, kann nun aber ganz entspannt auf die Momente mit absolut ruhiger Luft warten, die für besonders klare und scharfe Bilder sorgen.

Doch auch wer gerne DeepSky- Zeichnungen am Okular erstellt, wird den Komfort einer Nachführung zu schätzen wissen. Beobachtungsabende mit Familie, Freunden oder im Verein werden ebenfalls zu einem entspannten und tollen Erlebnis, denn man kann sich in aller Ruhe dem eingestellten Objekt widmen.


1) Kurzbeschreibung, Steckbrief



2) Ausführliche Beschreibung der Nachführplattform


Die Nachführplattform von Spacewalk Teles-copes trägt Dobsonteleskope bis 20" Öffnung mit einem Gesamtgewicht von maximal 80 Kilogramm. Dabei ist es unerheblich, um welchen Hersteller es sich handelt.

Bei der Konstruktion wurde auf eine besonders stabile Bauweise Wert gelegt. Ziel war es, die Plattform möglichst steif und schwingungsarm zu bauen. Deswegen sind sowohl das Oberteil als auch das Unterteil aus großzügig dimensionierten Aluprofilen aufgebaut, die mit einer mattschwarzen Pulverbeschichtung versehen sind. Das Gesamtgewicht liegt dennoch nur bei 6.6 Kilogramm und stellt somit die ideale Ergänzung für Leichtbau- Teleskope dar.

Die Plattform steht sicher auf drei Stellfüßen, die sich in Form von gummiarmierten Gelenkfüßen auch schiefem Untergrund wunderbar anpassen. Der südlichste Stellfuß ist mit einer langen Justageschraube verbunden, mit deren Hilfe die Polhöhe besonders komfortabel eingestellt werden kann.

Die austauschbaren Ellipsen- Segmente sind für 45°, 49° und 53° nördlicher Breite erhältlich. Man wählt einfach diejenigen Segmente, welche der geografischen Breite des Beobachtungsortes am nächsten kommen. Die feine Staffelung erhöht die Nachführ-genauigkeit. Die Segmente sind mit nur wenigen Handgriffen austauschbar. Zusätzliche Ellipsen- Segmente können jederzeit nachbestellt und montiert werden.

Angetrieben wird die Plattform von gleich zwei kraftvollen Getriebemotoren in Verbindung mit einem Schneckenradgetriebe. Der Einbau von zwei Motoren steigert zum einen die Nachführgenauigkeit (insbesondere wenn die Plattform die Mittenstellung überfährt), zum anderen verhindert sie ein Durchrutschen der Plattform. Die zwei Antriebswellen sind aus Edelstahl gedreht und laufen in Gehäuselagern. Die Geschwindigkeit kann mit Hilfe einer Handsteuerbox direkt am Okular eingestellt und immer wieder nachgeregelt werden. Gerade bei der Erstellung von Mondaufnahmen ist die feinfühlige Einstellung der Geschwindigkeit eine sehr hilfreiche Sache.

Die Stromversorgung wird mittels 6x AAA (Mignon- Batterien/Akkus) realisiert. Mit einer vollen Ladung kann die Plattform 10 bis 15 Stunden betrieben werden, was problemlos für eine komplette Beobachtungsnacht ausreicht.


3) Mondaufnahmen mit einer Nachführ- Plattform


Mit ein bisschen Übung und Geduld können in Verbindung mit einer speziellen Mond- und Planetenkamera wie zum Beispiel der ASI-120/178MM tolle Aufnahmen erstellt werden. Gerade bei gutem Seeing können Details aufgelöst werden, die weniger als eine Bogensekunde groß sind. Wer sich zwischen den Neumondphasen langweilt, kann hier ein spannendes Betätigungsfeld für sich entdecken!