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Messier 51, Whirlpool- Galaxie



Zu den bekanntesten Galaxien am nördlichen Himmel zählt sicherlich Messier 51 im Sternbild Jagdhunde - ein wunderschönes "Feuerrad" in einer Entfernung von 28 Millionen Lichtjahren.

Mit einem Durchmesser von 76.000 Lichtjahren ist Messier 51 ein wenig kleiner als unsere eigene Milchstraße und wird zum Typ der "Sc- Spiralgalaxien" gerechnet. Die Gesamtmasse wird auf 160 Milliarden Sonnenmassen geschätzt. Direkt daneben befindet sich NGC 5195, die mit Messier 51 wechselwirkt und gleich zweimal, nämlich vor rund 600 Millionen Jahren und vor 50 bis 100 Millionen Jahren die Scheibe der Whirlpool- Galaxie durchquert hat. Derzeit befindet sie sich leicht versetzt dahinter.

Aufgrund dieser Begegnungen entstehen im Kernbereich und in den Spiralarmen derzeit ungewöhnliche viele Sterne (Starburst). Das wird Schätzungen zufolge auch für die nächsten 100 Millionen Jahren so bleiben. Insbesondere im UV- Bereich lassen sich die vielen Sternentstehungs- Regionen gut erkennen. Eine der hellsten liegt in der Brücke zwischen Messier 51 und NGC 5195 und ist in der Zeichnung mit einem roten Pfeil markiert. Die gute Sichtbarkeit im UV lässt sich übrigens damit erklären, dass sehr viele junge und heiße O/B- Sterne entstehen, die den Großteil ihrer Strahlung im kurzwelligen Spektrum aussenden. Diese Sterne leben nur wenige Millionen Jahre, bevor sie als Supernova enden. Allein in den letzten 17 Jahren sind 3 Supernovae in Messier 51 beobachtet worden, die letzte im Jahr 2011.

Die Whirlpool- Galaxie wird wegen ihrem aktiven galaktischen Kern zu den Seyfert- Galaxien des Typs II gerechnet. Das Supermassive Schwarze Loch im Zentrum von Messier 51 weist eine Masse von rund einer Million Sonnenmassen auf. Auf Aufnahmen des HST ist eine dunkle Struktur in Form eines "X" zu erkennen. Der breitere Teil des "X" ist wohl ein Staubtorus mit einem Durchmesser von 100 Lichtjahren, der das schwarze Loch im Zentrum umgibt. Auf neueren Aufnahmen ist zudem ein Lichtpunkt sichtbar geworden, von dem man annimmt, dass er den eigentlichen Kern von Messier 51 darstellt. Mit einem Durchmesser von nur 5 Lichtjahren und der Leuchtkraft von einer Million Sonnen könnte das sehr gut sein.

Doch was ist nun von all dem in einem großen Teleskop zu sehen?

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Schon mit 12" sind die Spiralarme andeutungsweise zu sehen - im 20" wird sie dann ihrem Namen "Strudelgalaxie" absolut gerecht. Die Spiralarme heben sich schon bei 200x klar und deutlich vom schwarzen Himmelshintergrund ab und offenbaren einiges an Struktur. Wer die Galaxie unter einem dunklen Himmel zum ersten Mal mit 20" sieht, wird überwältigt sein von der Schönheit dieser Galaxie. Auch mir ergeht das immer noch so, obwohl die Galaxie nun schon oft gesehen habe, doch sie zieht mich jedesmal aufs neue in ihren Bann. :) :)

Als ich den ersten Eindruck verdaut hatte, machte ich mich daran, die einzelnen Bereiche der Strudelgalaxie genauer zu untersuchen. In den strukturierten Spiralarmen findet man viele viele HII- Regionen, die manch einer vielleicht von Fotos her kennt. Mit 20" waren 11 davon bei V=270x zwar oftmals sehr schwach, aber mit indirektem Sehen sicher zu erkennen. Schätzungsweise sollten die hellsten sogar schon mit 16" machbar sein.

Natürlich ist auch die Begleitgalaxie NGC 5195 richtig interessant. Im Zentrum findet man einen sehr hellen, stellaren Kern, während sich von Süden kommend ein Staubband in die Galaxie hineinfrisst.

Ziel war es, eine möglichst detaillierte Zeichnung von diesem wunderschönen Galaxienpärchen anzufertigen - ich hoffe, es ist mir gelungen



Die Whirlpool- Galaxie Messier 51 im Sternbild Jagdhunde im 20 Zoll Dobson- Teleskop (Spiegelteleskop)